Erdbeben November Albanien: Rettungsarbeiten (Bild: Albanisches Rotes Kreuz)
Rettungsarbeiten in Thumana
(Bild: Albanisches Rotes Kreuz)

Das Erdbeben in Albanien erschüttert uns mit grosser Betroffenheit. 50 Menschen haben ihr Leben verloren, Hunderte wurden verletzt, Tausende haben kein Zuhause mehr. Die Bilder aus Albanien zeigen weiträumige Zerstörungen.

Wir danken der Schweizer Bevölkerung für ihre Anteilnahme und der grosszügigen Unterstützung, die sie den Notleidenden hat zukommen lassen.

Schweizer Nothilfe

Nachdem die albanische Regierung offiziell um Hilfe angefragt hatte, hat die DEZA gleich ein ein Team des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe nach Albanien geschickt. Noch am frühen Abend ist ein 15-köpfiges Expertenteam mit Verschütteten-Suchhunden und einer Ärztin in einem REGA-Jet nach Albanien geflogen worden. Auch Gebäudestatiker und Bauingenieure sind nach Albanien gereist, die untersuchen, welche Häuser noch stabil sind und weiterhin bewohnt werden können.

Beeindruckt sind wir von der Grosszügigkeit vieler Schweizer – Privatpersonen, Firmen und Hilfswerke.

  • Die Suchhunde von Redog sind ein Projekt des Schweizerischen Roten Kreuzes.
  • Caritas Schweiz unterstützt die Nothilfe vor Ort mit 500’000 Franken.
  • Coop spendet 100’000 Franken zur Finanzierung des Einsatzes der Rettungshunde-Equipe in Albanien.
  • Bei der Spendenkampagne der Instagramer Hoti und Nali sind in 40 Stunden über 150’000 Franken zusammengekommen.
  • Viele kleine Organisationen und Einzelpersonen haben Geld und Hilfsgüter gesammelt und das zum Teil selber nach Albanien gebracht.

Auch bei der Gesellschaft Schweiz-Albanien sind Spenden eingegangen, die wir an sinnvolle Wiederaufbauprojekte weiterleiten werden.

Langer Wiederaufbau

Der Wiederaufbau nach den beiden starken Erdbeben von diesem Herbst in Albanien wird dauern. Der Schock sitzt tief. In Durrës und Umgebung sind viele Häuser zerstört, vielerorts kam mehr als der Verputz von den Wänden herunter. Viele Menschen haben ihr Zuhause oder ihre Arbeitsstätte verloren. Auch einzelne Infrastrukturbauten müssen erneuert und beschädigte Kulturdenkmäler müssen restauriert werden.

Die Gesellschaft Schweiz-Albanien wird in den nächsten Wochen schauen, wie sie Albanien in dieser Phase unterstützen kann. Wir stehen in Kontakt mit der albanischen Botschaft, die die verschiedenen Aktivitäten hier in der Schweiz zu koordinieren versucht.

GSA vermittelt Hintergrundwissen

Am Tag des Bebens hat die Gesellschaft Schweiz-Albanien verschiedenen Medien in der Schweiz Auskunft gegeben, darunter zwei Radio-Interviews.

Weitere Informationen zum Beben finden Sie auf albanien.ch.

Neben den Journalisten haben auch diverse andere Personen und Organisationen sich mit Fragen an uns gerichtet. Wir haben Auskunft gegeben und Kontakte vermittelt.

Mehr Hilfe aus der Schweiz

Im Verlaufe des Dezembers hat die Schweiz – wie vielen andere Länder – Albanien Unterstützung zugesagt für die Opfer des Erdbebens und den Wiederaufbau. Mit rund 450’000 Euro wird die Schweiz die Wiederherstellung von fünf Gesundheitszentren in der Region Durrës finanzieren.

Die Schweiz hat zudem kurz nach dem Beben winterfeste Zelte nach Albanien geschickt und Obdachlose mit Betten und Decken ausgerüstet. Insgesamt hat die Schweiz in den Tagen und Wochen nach dem Beben Nothilfe im Umfang von über einer Million Euro geleistet.

Die Schweizer Botschaft in Tirana will prüfen, ob noch weitere Projekte unterstützt werden sollen.

Aktualisiert am 31. Dezember 2019

 

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